17. Juni 1953 - Aufstand zur Freiheit

Der Unmut der deutschen Bevölkerung in der sowjetischen Besatzungszone fand seinen Höhepunkt im Aufstand vom 17. Juni 1953. Anfänglich wehrten sich die Arbeiter gegen Erhöhungen der Arbeitsnormen, die von der SED-Führung zur Stützung der maroden Wirtschaft beschlossen worden waren. Doch schnell wurde bei dem Arbeiteraufstand der Ruf nach freien Wahlen und nach der Einheit Deutschlands laut. Der Protest richtete sich gegen die Unterdrückung durch die SED und den Sowjetimperialismus.

Der erste Volksaufstand im kommunistischen Machtbereich weitete sich auf 270 Orte aus. Die sowjetischen Stadtkommandanten verhängten den Ausnahmezustand. Mit Hilfe sowjetischer Panzer wurde der Arbeiteraufstand niedergeschlagen. 

Das Zentralkomitee der SED sprach nachher von einem „faschistischen Putschversuch". Der 17. Juni blieb für die Einheitspartei ein Trauma, für die Deutschen in Ost und West jedoch ein Gedenktag für die Einheit der Deutschen Nation. 

Wieviele Menschen beim Arbeiteraufstand starben, bleibt ungeklärt. Die "DDR"-Führung sprach von 19 Toten, die Bundesregierung von allein 62 vollstreckten Todesurteilen, inoffizielle Angaben führen 200 Tote und tausende Verletzte an.