Aktuelle Meldungen der BG
Symposion der Burschenschaftlichen Gemeinschaft: "Wohin geht Europa?" Die Burschenschaftliche Gemeinschaft unter dem Vorsitz der Wiener akad. B! Olympia lud am Samstag, den 24.4.2010, zu einem Symposion mit dem Titel "Wohin geht Europa?" nach Löwen in Flandern. Der enormen Bedeutung um die Art der Gestaltung eines künftigen Europas Rechnung tragend, trugen die Referenten Mag. Dietmar Holzfeind, Philipp Claeys MdEP sowie Henry Nitsche MdB a.D. ihre Ideen und Sichtweisen den rund fünfzig Verbandsbrüdern sowie flämischen Freunden vor. In seinem von fundierten Kenntnissen aus dem Brüsseller Alltag geprägten Worten schilderte Mag. Holzfeind den schleichenden, aber stetig vor sich gehenden Prozeß der Zentralisierung aller Macht in Brüssel. Auf diesem Weg zu einem europäischen Bundesstaat werden aber großteils die Meinungen und Ansichten der verschiedenen Völker ignoriert. Nach einem Exkurs über europaweite Volksabstimmungen sowie die ausufernde Regelungswut Brüsseler Bürokraten erhob er unter anderem die Forderung, daß ein zukünftiges Europa nach außen stärker und selbstbewußter auftreten sollte. Gleichzeitig möge es sich nach innen zurücknehmen und die Eigenheiten der verschiedenen Völker respektieren. Exemplarisch seien hier die Bereiche der Sicherheit und der Immigration genannt. Schließlich betonte Mag. Holzfeind, daß das zur Zeit herrschende Primat der Wirtschaft ein Problem für eine zukunftsträchtige Entwicklung der Europäischen Union darstelle. Der nächste Redner, Philipp Claeys MdEP, konzentrierte sich in seinem Beitrag auf die Problematik der in zusehendem Maße bedrohten Meinungsfreiheit. Als Mitglied des Vlaams Belang war ihm das Verbot des Vlaams Bloks noch in schlechter Erinnerung, sodaß er anhand mehrerer Beispiele darstellte, wie die freie Meinungsäußerung durch die politische Korrektheit zurückgedrängt und schließlich verunmöglicht wird. Damit korrespondierende "Antirassismusgesetze" würden dazu führen, daß national gesinnte Politiker nicht nur mundtot gemacht sondern sogar gesetzlich verfolgt werden können. Ein gemeinsames Europa könne aber nur auf dem Fundament einer extensiv ausgelegten Meinungsfreiheit stehen, weswegen der Kampf um eben diese oberste Priorität habe. Im dritten Beitrag richtete Henry Nitsche MdB a.D. den Blickpunkt auf die mangelnde Vertretung deutscher Interessen in der Europäischen Union. In sehr schwungvoller Art und Weise führte der ehemalige CDU Politiker und nunmehrige Obmann der von ihm gegründeten Bewegung "Arbeit-Familie-Vaterland" die perfide Vorgangsweise aus, wie die Bundesrepublik Deutschland und mit ihr das Deutsche Volk als zahlenmäßig größte europäische Volksgruppe als Nettozahler geschröpft wird. Der sogenannte Lissabon-Reformvertrag stelle seiner Meinung nach ein neues Ermächtigungsgesetz dar, zementiere es doch diese dem Deutschen Volke abträgliche Rolle ein, ohne es auch nur im Ansatz darüber zu befragen. Daß nationale Interessen innerhalb der EU vertreten werden können, zeige beispielsweise Großbritannien. Darüber hinaus erscheint es für Nitsche problematisch, daß sich die Verantwortlichen in der EU oftmals mit wenig relevanten Randthemen beschäftigen, während wahre, große Probleme außen vor gelassen werden. Eine Veränderung müsse seiner Sicht nach aber in Deutschland beginnen, um in der Folge gemeinsam an einer europäischen Zukunft zu arbeiten. In der daraufhin einsetzenden Diskussion wurde ein breites Spektrum an Fragen aufgeworfen. Über die Kompetenzen der EU in der Ausländerpolitik, der als problematisch erachteten "Antidiskriminierungs-Richtlinie", der Transparenz von Abstimmungsverhalten der einzelnen EU-Parlamentarier, der Rolle des Europäischen Parlaments über die Erweiterung der Schengengrenze und der damit verbundenen Freizügigkeit bis zu einem etwaigen Beitritt der Türkei zur EU wurde ausgiebig gesprochen. Letztlich war auch die Schieflage der gesamtwirtschaftlichen Situation Thema, die nach Ansicht der Diskutanten durchaus das Potential eines Systemzusammenbruchs und einer anschließenden Neuordnung in sich trage. Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung durch die abendliche Kneipe, bei der wiederum Korporierte des flämischen NSV (einer nationalen flämischen Studentenvereinigung) anwesend waren. In der Kneiprede besonders unterstrichen wurde die lange Geschichte Europas, die als Erbe und Auftrag zugleich verstanden werden sollte. Auch müsse dem deutschen Volk seiner Größe und seiner Kraft gemäß die entsprechende Bedeutung innerhalb der EU zukommen. Schließlich gelte es unser Europa in Wort und Tat zu gestalten. | |
Aktuelle Veranstaltungsinfo: | |
Stellungnahme der Burschenschaftlichen Gemeinschaft zum Vortrag von Prof. J. Philippe Rushton vom 09. Februar 2010 | |
Flugblatt der Burschenschaftlichen Gemeinschaft zur Bildungspolitik, verteilt unter anderem in Bonn, Bayreuth, München und zahlreichen anderen Hochschulorten | |
Pressemeldung der Initiative Akademische Freiheit | |
Pressemeldung der Deutschen Burschenschaft | |
Pressemeldung der Burschenschaft Dresdensia-Rugia zu Gießen | |
Pressemeldung der Deutschen Burschenschaft | |
Pressemeldung der Deutschen Burschenschaft | |
Pressemeldung von Verbandsbruder Sascha Jung (Burschenschaft Danubia München) | |
Pressemeldung der Deutschen Burschenschaft | |
Pressemeldung der Deutschen Burschenschaft und der Burschenschaftlichen Gemeinschaft |
